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Diskussion zum Dunkle Materie Interview
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Colorado Offline
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Beitrag #1
Diskussion zum Dunkle Materie Interview
Hier kann über das Interview mit Prof. Dr. Josef Jochum zum Thema Dunkle Materie diskutiert bzw. Fragen dazu gestellt werden.

An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an Josef Jochum und sein Team, für die ganzen Informationen und die Zeit die sie sich für dieses Interview genommen haben!

Prof. Dr. Josef Jochum ist Experimentalphysiker an der Universität Tübingen und entwickelt dort zusammen mit seiner Forschungsgruppe Detektoren zum Nachweis von Dunkler Materie.

[Bild: josef_jochum_main4.PNG]
Zum Interview
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.06.2008 22:03 von Colorado.)
09.03.2008 23:22
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zuendy Offline
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Beitrag #2
RE: Diskussion zum Dunkle Materie Interview
Mal eine ganz doofe Frage... Die mich aber gerade wirklich brennend interessiert. Wieviel Kosten entstehen, wenn ich 1g Dunkle Materie "produziere"? Also die Anlage steht schon, ist bezahlt, nun Stecker rein, ein paar Rädeln gedreht und losarbeiten. Bin erst auf Seite zwei und lese morgen weiter ist schon verdammt anstrengend. O_o
10.03.2008 02:15
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Colorado Offline
Administrator
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Beitrag #3
RE: Diskussion zum Dunkle Materie Interview
Dunkle Materie produzieren..? Wie meinst das, also die Detektoren tun ja nichts anderes als die (schon vorhandene) Dunkle Materie nachzuweisen. Produziert wird da nix..
10.03.2008 02:20
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Harz. Offline
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Beitrag #4
RE: Diskussion zum Dunkle Materie Interview
In dem Interview wird ja gesagt das 74% des universums dunkle materie ist. Könnte aber nicht ein teil dieser "fehlenden" masse, die die Planenten auf ihrer Bahn hält, Materie zwischen den einzelnen Planeten sein? Das universum ist ja nich einfach leer oder lieg ich da falsch? Ich hab zb gehört das im All eine menge Wasserstoff existiert, worauf auch eine neue Antriebstechnologie beruhen soll, die den Wasserstoff im All verdichten soll und als Treibstoff benützt. Praktisch funktioniert das ganze aber anscheinend noch nicht.
15.06.2009 20:41
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Colorado Offline
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Beitrag #5
RE: Diskussion zum Dunkle Materie Interview
Die Begriffe scheinen immer wieder Verwirrung zu stiften Smile

74% sind Dunkle Energie (nicht Dunkle Materie, das ist ein Unterschied)

Der Wasserstoff und sonstige interstellare Materie sind in den Berechnungen schon drin, trotzdem fehlt noch Materie von der 10fachen Menge der bekannten Materie um die Rotationskurven der Galaxien und Galaxienhaufen zu erklären. Diese "fehlende" Materie (besser ausgedrückt: bzgl. elektromagnetischer Messungen unsichtbare Materie), von der niemand weiß was sie genau ist, wird Dunkle Materie genannt. Also, es ist zwar richtig wenn du sagst Dunkle Materie ist interstellar, aber sie hat nichts mit unserer normalen Materie wie Wasserstoff, Helium etc. zu tun. Dunkle Materie unterscheidet sich eben darin von gewöhnlicher Materie, dass sie nicht elektromagnetisch wechselwirkt, das heißt sie sendet weder Licht aus noch absorbiert sie welches. Sie wirkt allg. nicht elektromagnetisch. Sie macht sich bisher nur über die Gravitationskraft bemerkbar.

Sind noch Fragen offen? Smile

Freundliche Grüße
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.06.2009 21:41 von Colorado.)
15.06.2009 21:40
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Hourssales Offline
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Beitrag #6
RE: Diskussion zum Dunkle Materie Interview
Ja, eine Frage habe ich noch.
Aus dem Interview ging gut hervor, dass Dunkle Energie nichts weiter als ein Energieeinfluss ist, den wir nicht erklären können, der uns also verborgen bleibt.

Kann man dennoch dunkle Materie und Energie mit der uns bekannten Materie und Energie vergleichen? Also bezüglich Masse/Energieerhaltungssatz, Masse-Energie-Äquivalenz, Trägemasse, Schweremasse usw. Oder handelt es sich dabei um etwas, was allen diesen Vorstellungen unserer mordernen Physik widerspricht?
15.06.2009 23:58
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Gast
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Beitrag #7
RE: Diskussion zum Dunkle Materie Interview
Mich würde interessieren wenn in unserer galaxie 5x mehr masse durch dunkle energie existiert als durch normale materie... müssten dann nicht innere sterne als die aussen liegenden stärker angezogen werden oder sich schneller bewegen? Warum sollte eine derartige massenerhöhung nur auswirkung auf äußere sterne haben? Hätte das nicht schon viel eher auffallen mussen das es zu wenig masse gibt? Eben weil innere sterne bei 5x mehr masse doch auch anderen gravitativen kräften ausgesetzt sein müssten sich schneller bewegen oder angezogen werden müssten. Ab welch einer entfernung tritt denn diese diskepanz überhaupt auf?
16.06.2009 01:32
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Gast
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Beitrag #8
RE: Diskussion zum Dunkle Materie Interview
ich meine dunkle materie... nicht dunkle energie -.-
16.06.2009 01:33
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Colorado Offline
Administrator
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Beitrag #9
RE: Diskussion zum Dunkle Materie Interview
Hallo Hourssales,

eine sehr gute Frage. Bzgl. der Dunklen Materie müssen Energie und Impulserhaltungssatz erhalten bleiben. Bzgl. der Dunklen Energie ist der Energieerhaltungssatz so wie wir ihn kennen verletzt, da sich das Universum mit einer immer höheren Geschwindigkeit ausdehnt und es dafür keine erklärbare Ursache (Energiequelle) gibt. Möglicherweise liegt diesem Effekt ein uns noch völlig unbekannter Prozess zu Grunde.

Hallo Gast,

in der Tat zeigen sich die Abweichungen in den Umlaufgeschwindigkeiten erst ab einem bestimmten Abstand vom Galaxienzentrum. Der Begriff den du in deinem post ansprichst nennt sich auf englisch "galaxy rotation curve". Hier ein Bild dazu:

[Bild: 300px-GalacticRotation2.svg.png]

Auf dem Bild sieht man wie sich die klassisch vermuteten Umlaufgeschwindigkeiten (A) von den tatsächlichen (B) unterscheiden: Durch die Dunkle Materie bewegen sich die äußeren Bereiche in Galaxien eben schneller als klassisch vermutet. Man nennt das Phänomen dieser fast waagerechten Linie auch "flattening" auf englisch. Aufgrund gravitativer Zusammenspiele und Kräfteaufhebungen kommend von Symmetriegründen macht sich die Abweichung eben erst ab einem bestimmten Abstand zum Galaxienzentrum (oder Galaxienhaufen) deutlich bemerkbar.

Freundliche Grüße
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.06.2009 01:45 von Colorado.)
16.06.2009 01:44
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Gast
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Beitrag #10
RE: Diskussion zum Dunkle Materie Interview
Colorado schrieb:Aufgrund gravitativer Zusammenspiele und Kräfteaufhebungen kommend von Symmetriegründen macht sich die Abweichung eben erst ab einem bestimmten Abstand zum Galaxienzentrum (oder Galaxienhaufen) deutlich bemerkbar.

Also so wie ich es gelesen haben hieß es das dunkle materie im raum ähnlich verteilt ist wie sichtbare normale materie. Da bis auf die theorie der dunkeln energie keine kraft bekannt ist die der gravitation entgegenwirken können soll frage ich mich: Wie kann es zu einer kräfteaufhebung durch symmetriegründe geben?

Müsste damit sich die gravitation aufhebt, diesem masse überschuss nicht auch ein masseüberschuss gegenüberstehen? Wenn die masse ( auch die der dunklen materie ) von innen nach aussen aber abnimmt dürfte sich doch gar nix aufheben? Oder wordurch entsteht dieses aufheben?
16.06.2009 23:40
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