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Kraftübertragung beim Kampfsport
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koch91 Offline
Blauschnabel

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Beitrag #1
Kraftübertragung beim Kampfsport
Servus Leute,

ich hab leider gar keine Ahnung von Phsyik, allerdings moechte ich etwas verstehen:

http://www.youtube.com/watch?gl=DE&hl=de&v=hcHWP_uuM_U

bei diesem speziellen Schlag wird die kraft nicht wie beim boxen auf die Trefferglaeche uebertragen sondern hindurch also ins innere.

Ich verstehe nicht das Prinzip, das dahinter steckt.
Koennte mir vlt jemand erklaeren welche physikalische Komponenten dazu fuehren, dass die Kraft anders als bei einem herkoemlichen boxschlag uebertragen wird?

Ausserdem wird fuer diesen Schlag nur ein geringer Kraftaufwand betrieben, wieso hat er dann so eine grosse Wirkung?
http://www.youtube.com/watch?v=2tzGD5riUvY

hier noch ein viel besseres Video, indem man den Unterschied der Kraftuebertragung der Schlaege sehen bzw hoeren kann!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.03.2012 01:27 von Colorado.)
10.03.2012 23:20
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chris Offline
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Beitrag #2
RE: Kraftübertragung beim Kampfsport
Hi koch91,

herzlich Willkommen im Forum.

Ich kann leider nicht gut erkennen, was diesen speziellen Schlag von normalen unterscheidet bzw. was ihn kennzeichnet.

Somit kann ich auch nicht erklaeren, warum dieser so effizienter ist.

Sorry.

Freundliche Gruesse,
chris

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11.03.2012 20:59
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Kleinstein Offline
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Beitrag #3
RE: Kraftübertragung beim Kampfsport
Der zweite Schlag ging anscheinend direkt auf den Solar Plexus, ein Nervenzentrum direkt unterhalb des Brustbeins.
Die Wirkung schon eines schwachen Treffers sieht man recht deutlich.

Beim groben Überfliegen des Videos ist mir zunächst aufgefallen, das der Demonstrierende hier auf empfindliche Stellen am Körper, sogenannte vitale oder Atemipunkte zielt.
Du kannst das an Dir selber ausprobieren: Drückst Du mit deinem Daumen fest gegen Deine Stirn, passiert fast nichts. Drückst Du mit selber Kraft gegen die Schläfe, weichst Du von selbst mit dem Kopf aus.
Und gegen Ende des Videos scheint mir, dass auch ein gewisses Maß an Fake drinsteckt Wink

Wichtig für die physikalische Energieübertragung ist 1.:
Verdoppelt man die Kraft, verdoppelt man die Energie.
Verdoppelt man die Geschwindigkeit, vervierfacht man die Energie.
Und 2.: Je kleiner die Auftrefffläche, desto mehr Energie pro cm² geht ins Ziel, frei nach dem Prinzip einer Reißzwecke.
3. ist noch wichtig, ob man einen festen Stand hat (=Betonmauer) oder locker und flockig unterwegs ist (=rollendes Auto.)
13.03.2012 19:37
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koch91 Offline
Blauschnabel

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Beitrag #4
RE: Kraftübertragung beim Kampfsport
vielen dank fuer eure antworten jungs.
Die technik wird manchmal "balistic strikes" genannt.
Ich habe bei Wikipedia ueber Ballistik gelesen und die Zielbalistik.
Ich wuerde gern wissen welche Parameter dazu fuehren, dass Energie ins Innere eines Objekts eintritt also zB. :

der Vergleich zwischen einer Kraft die ein Objekt wegschiebt und einer Kraft die das Objekt nicht wegschiebt sondern sozusagen die Kraft in das Objekt reinversetzt, so wie beim zweiten Video wo man den Unterschied deutlich sehen bzw. horen kann.

Im Gegensatz zum Boxen ist man bei diesem Schlag sehr locker, das heisst dass die Muskeln nicht angespannt sind.

Das habe ich aus einem Kampfkunstforum dazu gefunden:

"Durch die Lockerheit wird bei so einem Schlag sehr viel mehr "Energie" übertragen als bei anderen Schlagtechniken und die Wirkung geht ebenfalls sehr tief, heisst bei einem guten Schlag dieser Art hat man das Gefühl es gäbe eine Art Explosion im Innern. Man kann die Schlagwirkung oft bis zur Wirbelsäule spüren. "

"
Wichtig für die physikalische Energieübertragung ist 1.:
Verdoppelt man die Kraft, verdoppelt man die Energie.
Verdoppelt man die Geschwindigkeit, vervierfacht man die Energie.
Und 2.: Je kleiner die Auftrefffläche, desto mehr Energie pro cm² geht ins Ziel, frei nach dem Prinzip einer Reißzwecke.
3. ist noch wichtig, ob man einen festen Stand hat (=Betonmauer) oder locker und flockig unterwegs ist (=rollendes Auto.) "

mir geht es nicht um die parameter der kinetischen energie sondern wie die energie wirkt
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.03.2012 14:42 von koch91.)
14.03.2012 14:37
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chris Offline
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Beitrag #5
RE: Kraftübertragung beim Kampfsport
Ich denke der wichtigste Faktor ist, dass man die Aufschlagflaeche verkleinert und somit mehr Druck auf den Koerper bekommt.

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Richard Feynman
14.03.2012 14:41
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koch91 Offline
Blauschnabel

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Beitrag #6
RE: Kraftübertragung beim Kampfsport
"Ich denke der wichtigste Faktor ist, dass man die Aufschlagflaeche verkleinert und somit mehr Druck auf den Koerper bekommt. "
das dahcte ich auch, allerdings ist es so, dass die trefferfaleche bei beiden schlaegen gleich is
14.03.2012 14:48
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chris Offline
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Beitrag #7
RE: Kraftübertragung beim Kampfsport
(14.03.2012 14:48)koch91 schrieb:  das dahcte ich auch, allerdings ist es so, dass die trefferfaleche bei beiden schlaegen gleich is

Dann weiss ich keine physikalische Erklaerung. Tut mir leid.

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Richard Feynman
14.03.2012 15:15
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Kleinstein Offline
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Beitrag #8
RE: Kraftübertragung beim Kampfsport
Hi koch91,
ich mache selber ein bisschen Kampfsport - seit etwas über ca. 30 Jahren Wink
Daher kenne ich viele der Möglichkeiten, die sich für solche Schläge bieten.

Das, was Du als 'locker' bezeichnest, ist nur die Anwendung des Konzepts, die Muskeln, die nicht für die Bewegung benötigt werden, zu entspannen. Das steigert klassischerweise die Geschwindigkeit und Effektivität der Bewegungen.
Aber natürlich sind die Muskelpartien, die unmittelbar an der Bewegung beteiligt sind, extrem angespannt und belastet - es fällt halt nur nicht auf, weil der Rest so locker aussieht, und der Moment der höchsten Anspannung beim Profi sehr kurz ist Smile

Die Wirkung im OPFER erzielst Du, wenn Du die richtigen, empfindlichen Vital- bzw. Atemipunkte triffst - und hier dringt die Wirkung natürlich tiefer ein, wenn Du nur mit kleiner Trefferfläche arbeitest.
Mit einer großen Trefferfläche verteilst Du Deine kinetische Energie, so dass Du den ganzen Gegner bewegst - er schwankt = kinetische Energie.
Triffst Du eine kleine Fläche, dann drückst Du die Energie in den Gegner hinein = Verformungsenergie. Damit richtest Du halt mehr Schaden an.

Im Video könnte der Angreifer übrigens noch deutlich mehr Wirkung erreichen, wenn er im Moment des Treffens einen stabilen Stand hätte, d.h. den Rückstoß des Treffers mit dem hinteren Bein im Boden verankert reflektieren und nach vorne umleiten würde - wie eine Betonmauer.

Das Prinzip ist bei jedem Schlag oder Tritt das gleiche - möglichst viel kinetische Energie in eine möglichst kleine Fläche bringen - und zwar gezielt dorthin, wo der menschliche Körper seine Schwachpunkte hat.
Und für so ein Video bietet es sich an, wenn der Partner ein bisschen schauspielern kann - auch das lernt man zwangsläufig im Kampfsport...
14.03.2012 16:49
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Peter Stephan Offline
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Beitrag #9
RE: Kraftübertragung beim Kampfsport
LOL (die Videos hab ich eben erst sehen können).

Also was der Ukrainer da im zweiten Video lang erklärt ist die ganz klassische Karate Schlagtechnik. Die trifft nur über die 2 Handknoechel des Zeige- & Mittelfingers und hat somit eine beachtliche Durchschlagskraft (kleine Trefferfläche halt)

Das erste Video ist eher ein Werbevideo und zeigt zudem noch ein Unfall des Versuchskaninchens Smile Das war ein stinknormaler Aufwärtshaken, so wie er auch im Boxen als Leberhaken geschlagen wird.

Nur ging der von unten und schräg nach oben gerichtet in den Solar Plexus (Die weiche Stelle unter dem Rippenbogen Dreieck). Und da er leicht nach oben gerichtet war, drückt der gegen Magen UND mittelbar auch gegen das HERZ. Dass kann zu kurzen Herz Rhythmus Störungen führen. Grad wenn das Herz dabei kurz aus dem Tritt kommt, erkennt man dann als ueberraschte und hektische Japser des Getroffenen, wie im Video (Dem blieb nicht direkt die Luft weg, aber mann kann ihm fuer einen Moment ansehen, dass ihm da was schwer zu schaffen macht ).

Das Versuchskaninchen hätte das auch nie so hart treffen können, hätte der mit seiner Vollkontaktweste halbwegs richtig gestanden. Die hat flexible Plastik- Streben im Inneren und die verteilen die Schlagkraft eigentlich über den gesamten Oberkörper.

Das Funktioniert aber nur, wenn man seinen dicken Bauch nicht rausstreckt (weiß ich aus eigener leidvoller Erfahrung). Tut man das nämlich wie der Typ im Video, dann liegen gerade diese Verstrebungen der Kontaktweste fasst schon punktgenau auf dem Solarplexus.

Und dann, muss der andere noch nicht mal genau zielen um die Kraft schön sauber auf den Solar Plexus übertragen zu bekommen.

Sprich im ersten Video trickst sich das Versuchskaninchen praktisch selbst aus. Fühlt sich wegen der tollen Weste sicher und die wird ihm dann sogar zum Verhängnis.

Ansonsten gebe ich da Kleinstein völlig Recht, es gibt keine geheimnisvollen Superschläge die auf wundersame weise irre Kräfte übertragen. Es gibt nur fiese Schläge auf sensible Körperstellen. Der Solarplexus ist so einer davon

Die Videos sind aber beide lustig an zu schauen Smile

Viele Grüsse,

Peter
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.03.2012 21:37 von Peter Stephan.)
26.03.2012 21:23
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sanftwasser Offline
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Beitrag #10
RE: Kraftübertragung beim Kampfsport
ich erinnere mich an ein Zitat von Bruce Lee. Er konzentriere seinen Schlag nicht auf die Körperfläche, sondern auf einen gedachten Punkt 20 cm dahinter. Aua!
29.03.2012 14:41
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