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Studiengebühren in Deutschland
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Colorado Online
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Beitrag #1
Studiengebühren in Deutschland
Momentan demonstrieren britische Studenten gegen die geplante Erhöhung der dortigen Studiengebühren von 3500 Euro auf bis zu 10.000 Euro pro Jahr.

Wie steht ihr zu der Situation in Deutschland, zB Bayern mit 500 Euro pro Semester? Ist/war es für euch ein Kriterium bei der Entscheidung ein Studium aufzunehmen?
09.12.2010 22:05
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Pusteblume Offline
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Beitrag #2
RE: Studiengebühren in Deutschland
Ich bin absolut gegen Studiengebühren und bin der Meinung, dass ein Studium kostenlos sein sollte. Mich persönlich würden sie nicht von einem Studium abhalten, aber ich kenne einige, die nicht studieren wollen, da sie es sich nicht leisten können. Das finde ich schlimm, da meiner Meinung nach auch sozial schwächer Gestellten gute Bildung zur Verfügung gestellt werden muss.
10.12.2010 20:16
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Scurra Online
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Beitrag #3
RE: Studiengebühren in Deutschland
Zitat:Mich persönlich würden sie nicht von einem Studium abhalten, aber ich kenne einige, die nicht studieren wollen, da sie es sich nicht leisten können. Das finde ich schlimm, da meiner Meinung nach auch sozial schwächer Gestellten gute Bildung zur Verfügung gestellt werden muss.
Warum sollte man wegen Studiengebühren nicht studieren können? Es gibt Förderungen seitens des Staates, die jedem ein Studium ermöglichen - trotz Studiengebühren!

Meiner Erfahrung zufolge sind Studiengebühren sinnvoll. So werden bei uns z. B. der Vorkurs, die Tutoren und Hausaufgabenkorrekteure usw. aus Studiengebühren finanziert. Außerdem werden bei uns für das Praktikum regelmäßig alte Geräte durch neue ersetzt.
Ich muss allerdings sagen, dass die Studiengebühren etwas niedriger sein könnten. Unsere Fakultät weiß beispielsweise gar nicht, wohin mit dem ganzen Geld, weil es nur für Dinge ausgegeben werden darf, die den Studenten zugute kommen. Wir könnten bei uns einen größeren Hörsaal gebrauchen, aber dafür darf das Geld nicht benutzt werden.

Bitte keine Fachfragen per PN.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.12.2010 20:31 von Scurra.)
10.12.2010 20:30
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chris Offline
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Beitrag #4
RE: Studiengebühren in Deutschland
Pusteblume schrieb:aber ich kenne einige, die nicht studieren wollen, da sie es sich nicht leisten können.

Es gibt doch Bafög!
Wobei man aber auch anmerken muss, dass 67% der Studierenden(Quelle) einem Nebenerwerb nachgehen. Meine Vorschlag wäre eine Erhöhung des Bafögs, was sowohl dem deutschen Haushalt nicht so viel schaden würde, wie eine Abschaffung der Studiengebühren, also auch den Studenten mit weniger Geld die Möglichkeit zu studieren geben würde.

I don't know anything, but I do know that everything is interesting if you go into it deeply enough.
Richard Feynman
10.12.2010 20:33
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Axel Offline
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Beitrag #5
RE: Studiengebühren in Deutschland
So ich als Student kann da wohl auch meinen Senf zugeben.
Ich zahle knapp 200€ pro Semester und wem das zuviel ist, der sollte ich überlegen was er mit seinem Geld macht. Ich bekomme für das Geld, kostenlose Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und der Bahn in Thüringen.
Außerdem ist das nun wirklich nicht zu viel.
Da legt man jeden Monat knapp 40€ weg und schon hat sich das...
(Wobei bei mir im Studiengang nur etwa 10% der Leute nen Job nebenbei haben) (Wenn man BWL studiert hat man natürlich nebenbei Zeit zum arbeiten ^^)

Mit freundlichen Grüßen
Axel...
10.12.2010 22:11
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Pusteblume Offline
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Beitrag #6
RE: Studiengebühren in Deutschland
Ich finde, dass auch 200 € pro Semester zu viel sind. Nicht jeder kann sich das leisten. Und Bildung darf keine Ware sein. Studiengebühren benachteiligen sozial Schwächere und schrecken auch ab.
Liebe Grüße,
Pusteblume
11.12.2010 13:59
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Axel Offline
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Beitrag #7
RE: Studiengebühren in Deutschland
Naja wobei man auch mal sagen darf, dass nur sozial schwächere überhaupt nen Anspruch auf Bafög haben.
Mich hätten die ausgelacht wenn ich da nachgefragt hätte und ich hab schon nicht sooo viel ^^
Und für kostenlose Benutzung der kompletten Regionalbahnen und REs und sämtlichen Bussen. Allein dafür zahlt man weit über 200€.
Und 400€ im Jahr ist ja nun wirklich nicht zu viel (wenn ich sehe wieviele Studenten rauchen, dann denke ich nicht, dass Studenten zuwenig Geld haben)

Mit freundlichen Grüßen
Axel...
11.12.2010 16:07
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Scurra Online
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Beitrag #8
RE: Studiengebühren in Deutschland
Zitat:Nicht jeder kann sich das leisten.
Da behaupte ich das Gegenteil. Jeder, der sich etwas mit dem Thema auseinandersetzt, wird sehen, dass es Möglichkeiten gibt, das zu bezahlen (eben z. B. durch staatliche Förderungen).
Wenn du anderer Meinung bist, kannst du ja gerne eine Klage einreichen:
Zitat:Artikel 26

1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.

Zitat:Und für kostenlose Benutzung der kompletten Regionalbahnen und REs und sämtlichen Bussen. Allein dafür zahlt man weit über 200€.
Das gilt allerdings nicht überall. Bei uns in München bekommt man für die Studiengebühren nicht einmal ein Ticket, um z. B. mit der U-Bahn zur Uni fahren zu können. Allerdings liegt das nicht am Staat, sondern an der Münchner-Verkehrsgesellschaft.

Ich kann natürlich nicht beurteilen, wie das Studieren ohne Studiengebühren ist, aber laut Aussagen einer Dozenten bringt es einige Vorteile mit sich, auf die man sonst verzichten müsste (vgl. mein Beitrag oben).

Bitte keine Fachfragen per PN.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.12.2010 16:59 von Scurra.)
11.12.2010 16:59
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Colorado Online
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Beitrag #9
RE: Studiengebühren in Deutschland
Aus der Sicht eines Abiturienten sind 500 Euro ungewohnt viel Geld. Während der Schulzeit lebt man ja hauptsächlich von Taschengeld und kleineren Gelegenheitsjobs. Deshalb kann ich ich mir gut vorstellen, dass diese Summe für Schüler abschreckend wirkt. Bildung muss frei sein, und Studiengebühren dürfen nicht dazu führen, dass jemand kein Studium aufnimmt, der es ohne Studiengebühren getan hätte.

Aber wie hier schon erwähnt wurde, gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese ca. 80 Euro im Monat aufzutreiben. Ich kann jedem Physikstudenten nur empfehlen, sich mal nach einem Job am Physikinstitut umzuschauen. Das bringt einem unheimliche Vorteile. Nicht nur Geld, auch einen Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten, einen Blick "hinter die Kulissen" der Uni. Zudem kann man wertvolle Kontakte knüpfen, was in der Physik sehr wichtig ist, auch wenn man es nicht glauben mag. Aus meiner Sicht würde ich aber dazu raten, das erst im 3 oder 4 Semester zu tun. Davor sollte man sich voll dem Studium widmen, um einen guten Start hinzulegen und auf den richtigen Weg zu kommen. Danach ist jobben eigentlich kein Problem, ein oder zweimal die Woche, an der Uni kann man sich die Arbeitszeit sehr frei einteilen. Der Stundenlohn liegt bei ca. 8 Euro. Nicht die Welt, aber wie gesagt, man bekommt mehr als nur einen Monatslohn.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.12.2010 17:30 von Colorado.)
11.12.2010 17:29
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Axel Offline
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Beitrag #10
RE: Studiengebühren in Deutschland
Ich muss auch noch nebenbei erwähnen, dass ich manchmal für irgendwelche Leute an der Uni "Versuchskaninchen" spiele. Macht meistens viel Spaß, man lernt ne Menge (bei der Auswertung) und man bekommt (meistens) noch nen obolus. Das kann ich auch nur jedem empfehlen der irgendwie Geldprobleme hat...

Mit freundlichen Grüßen
Axel...
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.12.2010 23:05 von Axel.)
11.12.2010 23:05
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